Traditionelle Spezial Messer aus Japan
Messer werden heute aus den unterschiedlichsten Gründen eingesetzt. In vielen Haushalten, aber auch in Profi-Küchen finden sie die verschiedensten Anwendungszwecke. Daher müssen Messer auch jeweils besonders gefertigt sein, um den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden zu können. Im Handel werden viele Messer angeboten, sodass das Angebot oft sehr unüberschaubar ist, gerade für den Laien. Als Spezial Messer sind aber mit Sicherheit die so genannten japanischen Messer anzusehen, die in Japan gefertigt werden. Bereits im 3. Jahrhundert vor Christus begannen die Japaner, aus Metall Gegenstände zu fertigen, wie beispielsweise auch Messer. Hieraus ergibt sich auch die besondere Tradition, auf die das Handwerk der Messerfertigung in Japan zurückblicken kann. Im Laufe der Jahrhunderte konnte die Qualität der in Japan produzierten Messer immer weiter verbessert werden. Dies war insbesondere dadurch möglich, dass auftauchende Mängel durch eine ständig fortschreitende Entwicklung behoben werden konnten, sodass die japanischen Messer heutzutage zu den besten der Welt zählen. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Qualität, die sich auch in der besonderen Härte sowie der Schärfe der Messer niederschlägt, aus. Die Kunden können zudem aus einer Vielzahl unterschiedlichster Messer wählen. Unter den japanischen Messern gelten insbesondere die Küchenmesser als Spezial Messer. Diese werden ōchō genannt. Die Klingen der japanischen Küchenmesser sind sehr scharf. In Japan unterliegt die Schärfe der Messer einem Eichsystem. Nur so können die Japaner die besondere Schärfe ihre Messer normieren und zudem beweisen. Messer, die bezogen auf ihre Schärfe nicht geeicht sind, werden nicht zum Verkauf zugelassen. Die Griffe der japanischen Küchenmesser werden niemals aus Metall gefertigt. Die Japaner schwören auf hölzerne Griffe, auch weil sie davon überzeugt sind, dass ein ōchō dann besser in der Hand liegt und sich so auch besser bei seiner Nutzung führen lässt. Teilweise hat der Griff eines solchen Küchenmessers die Form einer Kastanie, da sich so der Griff besser an die Hand anschmiegt und sich das Messer viel besser als bei einem länglich geformten Griff kontrollieren lässt. Die traditionell von Hand gefertigten Küchenmesser heißen Wabōchō. Da diese Messer von Hand geschmiedet werden, sind sie deutlich teurer als die industriell hergestellten Yōbōchōs. Aber auch die Messer, die industriell gefertigt werden, zählen aufgrund ihrer Qualität zu den Spezial Messern. © jeremias münch – Fotolia.com |
